Unfassbar! Gefühlt erfuhren wir erst vor wenigen Wochen, dass wir ein Kind erwarten und nun ist bereits die Hälfte der Schwangerschaft vorüber. Wie ich mich körperlich und seelisch in den letzten 20 Schwangerschaftswochen verändert habe, von vorhergesagten mentalen Ausbrüchen bis hin zu berüchtigten Heißhungerattacken, erzähle ich euch heute etwas mehr.

Noch immer höre ich die schmunzelnden Worte meiner Mutter im Ohr klingeln, als wir sie über unseren Nachwuchs informierten: „Oh je, der arme André, der Junge wird ganz schön was aushalten müssen.“

Auch ich hatte Bedenken, dass die XXL-Hormonkeule ordentlich zuschlagen wird, plötzliche Stimmungsschwankungen über mich hineinbrechen werden und mein lieber Ehemann das alles unfairerweise ertragen muss. Jede Frau weiß zu gut, wie unberechenbar Hormone sein können und man von jetzt auf gleich zum widerspenstigen Teufelchen werden kann – ohne die leiseste Vorwarnung und jeglichen Vorsatz :)

Hormonschwankungen in der Schwangerschaft

Absolut null damit gerechnet hätte ich, dass ich von jeglichen Hormonschwankungen völlig verschont bleibe. Bis jetzt! Toi toi toi! Es ist ein schönes Gefühl und hin und wieder bilde ich mir sogar ein, dass sich ein Mann ein Leben lang genauso fühlen muss: absolut tiefenentspannt, klar in seinen Handlungen und losgelöst von innerlichen Gefühlskonflikten, die simple Entscheidungen seltsam beeinflussen können. Das macht schon einiges einfacher. Auf der anderen Seite wird Mutter Natur schon einen Sinn darin gesehen haben, uns Frauen mit diesen hochsensiblen Eigenschaften auszustatten – auf die ich mich spätestens nach der Schwangerschaft sicher wieder freuen darf ;)

Essverhalten

Von Heißhungerattacken, übermäßigem Genuss oder verrückten Kombis wie „Essiggurke meets Nutella“ kann ich bisher nicht viel berichten. Jedoch hat sich meine Vorliebe für die asiatische Küche stark verändert. Noch vor der Schwangerschaft konnte ich gar nicht genug von Sushi, Reis- und Nudelgerichten bekommen. Momentan zieht es mich dann doch eher zu leckeren Pizzen, die mich vorher relativ kalt gelassen haben :)

Um meinem ungeborenen Baby in der Entwicklung nicht zu schaden, verzichte ich auf verschiedenste  Lebensmittel und Speisen, die Erkrankungen oder Infektionen hervorrufen können. So findet man bspw. in Desserts, Eissorten oder auch in Salatsoßen plötzlich rohes Ei, worüber man sich vorher nie Gedanken machen musste. Roher Fisch, Fleisch und Wurst wie bspw. Salami und Schinken und auch Rohmilch-Produkte sind vorerst von der Speisekarte verbannt. Diese Umstellung war gar nicht so einfach und ist manchmal auch ein wenig kompliziert, besonders wenn man im Restaurant bestellt. Das Gute ist jedoch, dass man fast immer einen Ersatz findet, wie bspw. vegane Knoblauch-Saucen oder Mozzarella aus pasteurisierter Milch. Alles also halb so wild und eigentlich ein guter Nebeneffekt, genauer darauf zu achten, was man zu sich nimmt!

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Wasssereinlagerungen

Mit unschönen Wassereinlagerungen hat wohl fast jede Schwangere zu kämpfen. Plötzlich anschwellende Füße sind nicht selten und auch im Unter- und Oberschenkel sind die sogenannten „Wasser-Notreserven“ zu erkennen. Stützstrümpfe sind vielleicht nicht besonders sexy und komfortabel, helfen mir jedoch im Alltag beim längeren Sitzen am PC, um mich fitter und agiler zu fühlen. Zusätzlich versuche ich, morgens täglich eine halbe Stunde Schwangerschafts-Sport via Youtube zu treiben. Dadurch fühle ich mich wohler und bin zuversichtlich, auch im Anschluss schnell wieder zurück in meine „Ursprungsform“ zu gelangen.

Gerüche

Schon vor der Schwangerschaft war ich ein absoluter Geruchs-Mensch. Jetzt kann es sogar schon mal vorkommen, dass ich den Raum verlassen muss, wenn mir Gerüche zu stark aufstoßen. Insgesamt nehme ich vieles intensiver war und bin zum kleinen Inspektor mutiert, der tatsächlich kleinste Mengen Alkohol in Soßen wahrnimmt. Really crazy!

Proportionen

Oh ha! Da tut sich wirklich einiges: nicht nur, dass die Körpchengröße wächst und wächst, auch das Becken wird allmählich breiter, um sich schon mal relaxt auf die Geburt einzustimmen. Manchmal traue ich meinen Augen kaum, wenn ich mich im Spiegel betrachte und sehe, dass mein Babybauch wieder einen Wachstumsschub hatte und noch ein Stückchen größer geworden ist. Unvorstellbar, dass das noch lange nicht alles war, was da rauszuholen ist ;)

In einem meiner letzten Beiträge findet ihr übrigens mein erstes Schwangerschafts-Outfit, sowie ein paar Shopping-Tipps für alle Mommys-To-Be, die vielleicht auch nicht mehr in ihre alten Hosen passen.

Dem Wunder der Natur so nah zu sein und es tagtäglich miterleben zu dürfen, ist für mich immer noch schwer zu greifen und manchmal kaum realisierbar. Ich sehe meinem Körper zu, wie er sich Tag für Tag verändert – ohne, dass er mich vorher darüber informiert oder ich gar ein Mitspracherecht hätte. Es ist jedoch vollkommen ok, denn ich vertraue ihm voll und ganz und bin sogar ein wenig beeindruckt, was er leisten kann.

Erzählt mir gerne von euren Erfahrungen und verrückten Anekdoten als Selbst-Schwangere oder auch von befreundeten Bald-Mamis.

Ich bin gespannt und freue mich darauf, mich mit euch auszutauschen!

Euer Julchen ♥

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