Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr am Herzen liegt – die Nachhaltigkeit auf den Malediven. Doch fangen wir ganz von vorne an: als wir vor etwas über vier Jahren zum ersten Mal nach Asien reisten, freuten wir uns wie die Verrückten auf traumhafte Strände, glasklares Meereswasser und naturbelassene Tropenlandschaften. Eben genau auf die wunderschönen Dinge, die man von paradiesischen Postkarten und Urlaubskatalogen suggeriert bekommt. Mit dem Rucksack bereisten wir einen Monat lang Thailand, um am Ende so viel wie möglich vom Land gesehen zu haben. Während unseres Backpacking-Trips erwarteten uns jedoch auch einige unschöne Überraschungen.

Erste Erfahrungen in Thailand

Unsere Reiseroute startete in Bangkok, von dort aus ging es nach Chiang Mai, Phuket, Krabi und mit dem Boot weiter auf die Inseln Phi Phi Islands, Ko Lanta, Ko Phangan und Ko Samui. Darauf eingestellt, dass in den Städten vielleicht nicht das beste und mit Europa vergleichbare Abfallentsorgungssystem herrscht, war ich bereits – doch das dies tatsächlich noch viel schlimmer auf den Inseln aussehen sollte, damit hätte ich ganz gewiss nicht gerechnet.

Neben den Booten konnte man alle paar Meter Plastik-Tüten und -Flaschen vorbeiziehen sehen. Erst nach einer Weile wurde uns bewusst, dass das kein Einzelfall ist, sondern diese Umweltverschmutzung von jedem Bootstransfer aus zu beobachten war. Der Gedanke daran, wie viel unzerzetzbarer Müll bereits auf dem Meeresboden gelandet sein muss und somit den Lebensraum vieler Tiere gefährdet, machte direkt schlechte Laune und die unbeschwerte Urlaubsstimmung sank nach und nach in den Keller.

Ganz besonders schlimm war es auf Phi Phi Islands, bekannt aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo Di Cabrio. In einem Resort, das wir dort fast für eine Übernachtung buchten, wurde bspw. der Freiraum unter jedem Bungalow sichtbar als Mülldeponie genutzt. Unfassbar! Als ich einen englisch sprechenden Mitarbeiter auf genau dieses Problem ansprach, wurde mir nur ein verschmitztes Lächeln entgegengebracht und keinerlei Erklärungen.

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Ökologisches Handeln – Fehlanzeige

Langsam wurde ich echt sauer! Das Verständnis für Müllentsorgung und Nachhaltigkeit war einfach nicht gegeben. „Aber denkt man denn nicht mal etwas weiter?!“ fragte ich mich immer wieder. Wenn das so weiter geht, wird diese einst unberührte „Traum-Insel“ als riesengroßer Müllhaufen enden, Tiere und die komplette Umwelt werden in Gefahr gebracht und natürlich wird schlussendlich auch der Tourismus ausbleiben. In solchen Momenten fühle ich mich absolut hilflos, zu klein um dieses weit verbreitete Problem anzugehen und kann nur hoffen, dass es sich so schnell wie möglich ändern wird. Seitdem haben wir Thailand nie wieder besucht. Es mag sein, dass es nicht in allen Regionen dort so zugeht, doch das was wir gesehen haben, reichte bereits aus.

Nachhaltigkeit auf den Malediven

Um so erfreulicher ist es, dass die Malediven hier seit einiger Zeit handeln und ihre kostbaren und sehr sensiblen Atolle durch Nachhaltigkeit auf verschiedene Arten schützen. Seit November 2014 produziert bspw. das „Atmosphere Kanifushi Maldives“ (meinen Travelbericht zum Resort findet ihr unter diesem Link!) mit einem Wasserabfüllsystem sein eigenes Trinkwasser und spart somit mehr als 500.000 PET-Flaschen jährlich. Das sind über 40.000 Plastikflaschen im Monat! Über 40.000 Flaschen, die NICHT auf oder im offenen Meer landen! Damit setzt das Resort ein Zeichen in Sachen Umweltschutz auf den Malediven und ist Vorreiter mit einer eigenen Wasserproduktions- und Wiederaufbereitungs-Anlage. Beide Daumen hoch!

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Wasserabfüllsysteme sparen Plastikmüll

Das sogenannte „Ecopure Water“ wird in wiederverwendbaren Flaschen abgefüllt, die aus qualitativ hochwertigem Glas bestehen, welches zu 60 Prozent recyclebar ist. Die Mehrwegflaschen besitzen einen luftdichten Bügelverschluss und sind mit dem Logo des 5-Sterne-Resorts versehen.

Es ist wichtig, einen ökologischen Fußabdruck zu setzen und die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, was das Resort mit dieser Lösung definitiv geschaffen hat. Zusätzlich wird mit freundlichen und dezenten Schildern darauf hingewiesen, die Handtücher im Badezimmer, sowie das Leitungswasser bewusst zu nutzen, was zum Glück bereits in etlichen Hotels üblich ist.

Viele der Resorts auf den Malediven gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie man es besser machen kann. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern hinterlässt einen ganz besonders starken Eindruck, so dass nach einem Besuch kein fahler Beigeschmack bleibt.

Uns hat dieses großartige Umweltengagement auf jeden Fall sehr begeistert, da wir im Vorfeld aufgrund unserer Erfahrungen im asiatischen Raum nicht damit gerechnet hatten.

Wie sind eure Erfahrungen und Erlebnisse hierzu? Habt ihr ähnliche Eindrücke auf euren Reisen gesammelt?

Euer Julchen ♥

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