In der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es Dinge, die manchmal völlig unbeachtet bleiben, obwohl sie eine entscheidende Rolle spielen, um die eigene Denkweise positiv zu beeinflussen. Wer selbst schwanger oder bereits Mama geworden ist, kann nur zu gut nachempfinden wie es ist, plötzlich und ständig um das Wohl des Nachwuchses besorgt zu sein. Umso wichtiger ist es mir, euch ein paar meiner bisherigen Erfahrungen weiterzugeben. Hätte ich mich mit diesen Fakten selbst ein wenig eher beschäftigt, wären mir sicher ein paar Sorgenfältchen erspart geblieben :) Neben jeder Menge Liebe und Geborgenheit ist eine gesunde Portion Gelassenheit schließlich das größte Geschenk, das Eltern ihren Kindern geben können.

Während der Schwangerschaft und aktuellen Stillzeit habe ich nur wenige Ratgeber gelesen. Am liebsten tausche ich mich noch immer mit meiner Hebamme, Frauenärztin und mit Freundinnen im gleichen Lebensabschnitt aus oder vertraue schlichtweg auf meine eigene innere Stimme. Da letztendlich jeder anders damit umgeht und mehr oder weniger intensiv über diese Themen recherchiert, kann es natürlich sein, dass euch einiges im Folgenden bereits bekannt ist.

Mit meinem Beitrag möchte ich euch unterstützen und vermitteln, dass wir Frauen am Ende doch irgendwie alle gleich ticken und keine von uns allein mit ihren Sorgen sein muss :)

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Dinge in der Schwangerschaft und Stillzeit, die dir vorher niemand sagt.
Psychohygiene

Ab dem ca. fünften Schwangerschaftsmonat fing es an, dass ich immer wieder an Erlebnisse aus meiner eigenen Kindheit zurückdenken musste. Dabei kamen Erinnerungen hoch, die ich schon längst glaubte vergessen zu haben oder zum Teil verdrängt hatte. Plötzlich steht man selbst vorm Eltern-sein, zieht Vergleiche zur eigenen Kindheit und hinterfragt intensiv die Erziehung, die man erfahren hat. Schnell wird klar, was man gerne genauso oder definitiv anders machen möchte. Zeit für offene Worte!

Noch heute spreche ich viele Themen direkt an, auch wenn sie weh tun – hauptsächlich, um mich nicht mit negativen Gedanken zu belasten und Erlebnisse aus der Kindheit sortieren zu können. Anfangs konnte ich mit diesen häufigen Gedankengängen nur schwer umgehen und ich fragte mich, ob das auch wirklich normal wäre!? Ich kann euch beruhigen, es ist absolut normal und meiner Meinung nach eine sehr wichtige Phase, die am Ende für mehr Klarheit und innere Zufriedenheit sorgen kann.

Baby Blues vs. Heultage

In der Schwangerschaft machte ich mir immer wieder Gedanken über den berühmt-berüchtigten „Baby Blues“, der nach der Geburt auftreten und für eine längere Achterbahn der negativen Gefühle sorgen kann. Ich war fest davon überzeugt, dass mir so etwas nicht passieren würde. Im Endeffekt können Gefühle nur schwer gesteuert werden, vor allem dann nicht, wenn im Vorfeld unklar ist, was da auf einen zukommt und wie man überhaupt auf die neue Situation als frischgebackene Mama reagieren wird.

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Zum Glück „warnte“ mich meine Frauenärztin (die beste, die ich mir übrigens hätte wünschen können!) kurz vor der Geburt vor den sogenannten „Heultagen“. Ich sollte mir keine Sorgen machen, sie werden wie bei jeder New-Mom auf jeden Fall kommen und können bis zu einer Woche anhalten. Nach der Geburt verändert sich der weibliche Körper enorm und macht erneut einen kompletten Hormonumschwung durch, was gleichzeitig zu starken Schwankungen führt.

Ich bin ihr sehr dankbar für diesen Tipp, denn ich hatte tatsächlich heftige „Heultage“, so dass die Tränchen bereits wegen kleinster Nichtigkeiten, egal ob positiv oder negativ, kullerten. Dank ihr wusste ich, dass ich ok bin und mir keine unnötigen Gedanken machen musste. Nach den überstandenen „Heultagen“ gibt es rückblickend definitiv eine Menge zu Schmunzeln.

Nachwehen

Kurz nach der Geburt beginnt bereits das Becken, zurück in seine alte Ursprungsform zu finden und auch die inneren Organe treten langsam ihren Weg zum alten Platz an. Das passiert nicht unbemerkt. Da mein Körper während des Geburtsvorgangs an seine absolute Belastungsgrenze gestoßen ist, empfand ich die Nachwehen als relativ erträglich. Zudem war ich noch frisch im „Venen-Veratmungs-Modus“ und konnte sie die nächsten Tage fix wegatmen. Im Krankenhaus fragte ich trotzdem erst einmal nach, was denn hier gerade passieren würde ;)

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„Ganz der Papa!“

In den ersten Lebensmonaten ähneln neugeborene Babys dem Papa häufiger als der Mama. Das liegt schlichtweg an einem cleveren Trick der Natur: das wichtige Bindungshormon „Oxytocin“ wird bei Vätern weniger stark produziert als bei Müttern. Um dennoch die Motivation der Väter anzukurbeln, sich aufopferungsvoll um den Nachwuchs zu kümmern und nicht die Flucht zu ergreifen, wurde diese schlaue Finesse von Mutternatur eingefädelt. Not bad!

Stillen mit Einschränkungen

Nach der Schwangerschaft habe ich mich riesig darauf gefreut, wieder alles essen zu können, worauf ich Lust und Laune hätte. Pustekuchen! In der Stillzeit sind fast noch mehr Lebensmittel „tabu“ als in den neun Monaten davor. Hier kommt es darauf an, wie intensiv das eigene Kind auf die Muttermilch reagiert. Manche Babys vertragen so gut wie alles, andere hingegen bekommen bspw. von Zitrusfrüchten oder Tomaten einen wunden Popo. Und auch hier glaube ich, hat Mutternatur ihre Finger im Spiel – denn genau wie in der Schwangerschaft zuvor, macht es mir bei meinem kleinen Mädchen z.B. überhaupt nichts aus, für eine absehbare Zeit auf gewisse Schmankerl zu verzichten.

Das größte Gefühl

Bevor ich Mutter wurde, versuchte ich immer wieder nachzuvollziehen, wie es denn wohl sein wird – das Gefühl dieser ganz besonderen Liebe für den eigenen Sprössling, von dem die meisten Mamas mit funkelnden Augen schwärmten. Ich könnte euch heute stundenlang davon erzählen, dass es tatsächlich nichts derart Vergleichbares und Erfüllenderes gibt und das dieses gewaltige Gefühl wirklich erst nachzuempfinden ist, sobald man selbst Mutter geworden ist. Ich für meinen Teil hätte nicht gedacht, dass es so unfassbar schön und einzigartig sein kann. Wäre ich zuvor weniger „skeptisch“ gewesen, hätte ich mittlerweile sicher schon eine halbe Fußballmannschaft zusammen :)

In diesem Sinne meine Lieben, genießt euren restlichen Sonntagabend!

Euer Julchen ♥

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