Speziell während der Fashion Week in Berlin, als hunderte modeaffine Menschen auf einem Fleckchen zusammen fanden, zig Händchen geschüttelt und neue Kontakte geknüpft wurden, hörte ich einen Satz ganz besonders oft: „Und du bist Blogger?!“

Wie immer macht der Ton die Musik, wodurch dieser kurze Satz vorab in drei unterschiedliche Kategorien einzuordnen ist.

1. Interessierte Frage: das Gegenüber kann sich unter der Bezeichnung „Blogger“ noch nicht viel vorstellen, möchte jedoch ernsthaft mehr darüber erfahren.

2. Feststellung: der Gesprächspartner ist bereits im Thema und kann den Begriff „Blogger“ direkt zuordnen.

3. Rhetorische Frage: es wird das Gefühl vermittelt, als bestünden beim Gegenüber bereits Vorurteile und man müsste sich für das „Bloggen“ rechtfertigen.

stylingliebe-fashionblog-muenchen-munich-blogger-fashionblogger-bloggerdeutschland-lifestyleblog-modeblog-muenchen-germanblogger-fashionweek-berlin-und-du-bist-blogger

Ich freue mich immer riesig, wenn ich auf meinen Job angesprochen werde und ernsthaftes Interesse daran besteht zu erfahren, was ich genau mache und wie man mit dem Bloggen eigentlich seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Dass mir daher die 3. Version des Satzes „Und du bist Blogger?!“ nicht besonders gut gefällt, könnt ihr euch sicherlich vorstellen.

Super schade finde ich es, dass einige Personen „Blogger“ nicht wirklich ernst nehmen wollen bzw. können, ein verfälschtes Bild haben und sich nicht im Entferntesten vorstellen können, dass hinter jedem Blog eine ganze Menge Arbeit steckt. Einem Blogger fliegen keine Ideen, fertige Bilder, Texte und auch keine Kooperationen zu. Keine Follower, keine Einladungen und auch keine Likes, selbst wenn es nach außen vielleicht manchmal den Anschein erweckt. Als Blogger möchte man seinen Lesern stets guten Content liefern. Content, der qualitativ, abwechslungsreich und informativ ist.

stylingliebe-fashionblog-muenchen-munich-blogger-fashionblogger-bloggerdeutschland-lifestyleblog-modeblog-muenchen-germanblogger-fashionweek-berlin-und-du-bist-blogger

Natürlich mag es Blogger geben, die ihre Prioritäten anders setzen. Jedoch bin ich der Meinung, dass aufmerksame Leser schnell merken, ob jemand mit ganzem Herzen und voller Leidenschaft bei der Sache ist oder eben nicht.

Vorurteile liegen in der Natur des Menschen, dennoch sollte vielleicht einmal öfter hinter die Kulissen geschaut werden, bevor ein Pauschalurteil gefällt wird.

Ich habe mir für mögliche zukünftige Situationen vorgenommen, mein „Blog-Baby“ nicht wie eine Löwenmami zu verteidigen, sondern, wenn es die Situation zulässt, direkt zu hinterfragen, wie mein Gegenüber eigentlich zum Thema „Blogger“ steht. Sicher wird es auch Momente geben, in denen ich diese rhetorische Frage einfach genau so stehen lasse und nicht versuchen werde, mit Vorurteilen aufzuräumen ;)

Interessieren würde mich, ob ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gesammelt habt?

Euer Julchen ♥

stylingliebe-fashionblog-muenchen-munich-blogger-fashionblogger-bloggerdeutschland-lifestyleblog-modeblog-muenchen-germanblogger-fashionweek-berlin-und-du-bist-blogger

Mit Blogger-Girl Janina von Love & Urban

Fotos von Streetstyle-Fotograf Jeremy Möller

Share onShare on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+Pin on Pinterestshare on TumblrShare on LinkedInEmail to someone