Es gibt Momente, in denen ich bewusst über unseren digitalen Lebenswandel nachdenke und dabei am liebsten durch eine Kristallkugel in die Zukunft blicken möchte. Ich denke darüber nach, warum wir niemals offline sind und wie es wohl in dreißig Jahren sein wird. Ob in den nachkommenden Generationen die Spezies „Ich-habe-kein-Smartphone-und-brauche-auch-keins!“ bis dato ausnahmslos ausgerottet ist oder ob es dann sogar immer mehr größere Kommunen geben wird, die sich komplett vom World Wide Web abschotten.

Vielleicht wird es im Jahr 2046 zur Normalität, dass uns schwebende Mini-Kameras begleiten, auf unser Kommando Live-Situationen aufzeichnen und diese 24/7 ungefiltert zur Verbreitung ins Netz stellen?! Gerade für Youtuber, Blogger und Digital Natives könnte diese neue Form von Social Media interessant sein. Sind wir mal ehrlich, wir lieben es, fremden Personen mental nah zu sein, ohne dabei physisch anwesend sein zu müssen. Das Internet ermöglicht es uns, Mäuschen spielen zu können, egal wann und wo wir es wollen. Wir können uns jederzeit über Alles und Nichts informieren und genau das gibt uns ein Gefühl von Unabhängigkeit, Dinge nicht mehr zu verpassen und immer up to date zu bleiben.

Egal wo wir gehen, stehen und hinschauen: Gesenkte Köpfe mit dem Blick auf das Smartphone dominieren unser Gesellschaftsbild. Immer wieder wird davon gesprochen, dass kaum noch Face-to-Face-Kommunikation untereinander stattfindet und das echte Leben dabei häufig an einem vorbeizieht. Aber ist das denn tatsächlich so? Erleichtern uns nützliche Apps nicht auch unterwegs das Leben und ersparen uns kostbare Zeit in der Schnelllebigkeit von heute?

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Es gibt Situationen, wie bspw. das Warten auf die nächste U-Bahn, in denen ein Smartphone kaum nützlicher sein könnte. Wichtige Emails und untergegangene Whatsapp-Nachrichten können in dieser Zeit noch fix beantwortet, sowie die aktuellsten Tagesnachrichten noch eben gecheckt werden. Was sollten wir währenddessen schon „offline“ verpassen?!

Vielleicht die Kleinigkeiten im Alltag, die ihn besonders machen und uns kleine Glücksmomente bescheren?! Was wäre, wenn wir den echten Moment verpassen, bei dem bspw. ein hilfsbereiter Mann einer Dame beim Einsteigen in die Bahn hilft oder eine Frau aussteigt und überglücklich ihren Freund in die Arme schließt? Emotionen catchen uns doch dann am meisten, wenn sie real sind. Sie bewegen und animieren uns dazu, sie weiterzugeben.

Wie in vielen Dingen hat auch hier alles seine Vor- und Nachteile. Wir können einen großen Nutzen aus der unaufhaltsamen und stetig fortschreitenden Digitalisierung ziehen, sollten dabei jedoch auch genügend Raum für Auszeiten schaffen und es manchmal einfach „old-school“ angehen lassen :)

Euer Julchen ♥

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