Kaum etwas sorgt für mehr Gesprächsstoff, als das Thema Stillen. Bereits in der Schwangerschaft dreht bei den meisten Frauen das innere Gedankenkarussell immer schneller und die Sorge, ob es letztendlich mit dem Stillen klappen wird, steigt stetig. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ein selbst auferlegter Druck auf vielen Müttern lastet – der im schlimmsten Fall sogar zusätzlich durch das eigene Umfeld verstärkt werden kann. In meinem heutigen Beitrag habe ich fünf wunderbare Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis zum Thema Stillen befragt. Fünf unterschiedliche Mütter. Fünf unterschiedliche Backgrounds. Fünf Meinungen. Denn wie wir wissen, führen viele Wege nach Rom…

Gemeinsam möchten wir allen (werdenden) Mamas Mut zusprechen. Egal, ob ihr vorhabt zu stillen oder bereits stillt. Egal, ob ihr euch für einen anderen Weg entschieden habt oder gar entscheiden musstet. Jede Mutter ist einzigartig, stark und besonders. Unser Körper hat das größte Wunder vollbracht, dass Mutternatur dem Menschen anvertrauen konnte. Wir haben unsere Kinder 9 Monate lang in uns getragen, um ihnen das Leben zu schenken und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Eine Meisterleistung! Das sollten wir nie vergessen <3

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Fragen & Antworten zum Thema Stillen

 

“Alleine mit ihrer Brust verhungert ihr Kind. Sie haben keine Wahl.”

Name: Anja
Wohnort: Hannover
Alter: 31 Jahre
Beruf/Tätigkeit: Leitende Büroangestellte in Elternzeit
Alter Kinder: 2 Töchter (5 Jahre und 11 Monate)

1. Du hast dich vor der Geburt deiner Töchter für das Stillen entschieden. Leider funktionierte es beide Male nicht. Wie erging es dir damit?

Als ich mich vor der Geburt für das Stillen entschied, habe ich nicht in Frage gestellt, ob das Stillen klappt. Völlig selbstverständlich ging ich davon aus, dass es in der Natur der Frau liegt, Stillen zu können. Die Gefahr, dass durch meine Autoimmunerkrankung die Milch ausbleiben konnte, sah ich nicht. Leider wurde ich des Besseren belehrt. Nach der Geburt meiner ersten Tochter fand ich es erstaunlich, wie mein Baby den Weg zur Brust fand, als hätte sie nie etwas anderes getan.
Sowohl die Hebamme im Krankenhaus und auch meine Nachsorgehebamme sahen zunächst keinen Grund zur Sorge. Während ich das Stillen genoss, fragte ich mich nur nach ein paar Tagen: Warum bin ich am Dauerstillen und warum ist sie danach immer noch so unzufrieden?

Die Waage zeigte den Grund: Meine Tochter verlor immer mehr an Gewicht. Der gewohnte Milcheinschuss blieb bei mir einfach aus. Etliche Versuche, die Milch anzukurbeln, scheiterten. Nach 3 Wochen Kampf zog meine Hebamme die Reissleine. Die erste Flasche wurde in einem Zug leer getrunken und unsere Tochter war zufriedener denn je. Mein Mann und ich waren so erleichtert. Trotz dieses Glücksmomentes, unser Baby endlich satt und zufrieden zu erleben, plagte mich das Gefühl als Mutter versagt zu haben. Ich schämte mich in der Öffentlichkeit eine Flasche geben zu müssen. Manche Kommentare von wildfremden Leuten machten dies noch schlimmer. Ich hörte Sätze wie: “Ach Gott, die ist doch noch so klein und bekommt schon die Flasche.” “Jede Frau bekommt doch Milch, warum hat es nicht geklappt?” Und so hatte ich bei vielen unsensiblen Kommentaren immer wieder das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Meine erste Tochter ist nun 5 Jahre alt. Gesund, keine Allergien und wir haben eine wunderbare Mama-Tochter Bindung.

2. Was hast du getan, um dich mit der Situation zu arrangieren und positiv zu bleiben?

Vor der Geburt meiner 2. Tochter stellten wir uns schon darauf ein, dass ich wohl wieder nicht stillen kann. Trotzdem ließ ich nichts unversucht und hatte insgeheim die Hoffnung, dass sich diesmal genug Milch bildet, um mein kleines Mädchen satt zu bekommen. Leider wiederholte sich alles noch einmal. Es bildeten sich nur wenige Tropfen Muttermilch aus nur einer Brust. Der Kinderarzt sagte mir nach mehr als 400 g Gewichtsverlust meines 10 Tage alten Babys: “Alleine mit ihrer Brust verhungert ihr Kind. Sie haben keine Wahl.”

Mein Mann erinnerte mich immer wieder daran, dass es doch nicht schlimm sei, wenn es nicht klappen sollte. Er war mir eine große Stütze und durch ihn und meine große Tochter wusste ich, dass es ganz und gar nicht schlimm war und es definitiv ein Versuch wert war. Ich werde nie vergessen, wie glücklich der Papa war, als er sich mit ihr aufs Sofa zurückgezogen hat, um ihr die erste Flasche zu geben und unser kleines Mädchen dann satt und zufrieden in seinem Arm einschlief. Denn das ist der wohl schönste Vorteil: Vater und Mutter sind beide in der Lage das Baby zu beruhigen und den Hunger zu stillen. So kann ich sagen, dass die Bindung zum Vater gerade auch im ersten Jahr bei uns sehr stark ist, da er in allem eingebunden ist.

3. Welchen Tipp kannst du Müttern mit auf den Weg geben, bei denen das Stillen aus verschiedensten Gründen leider nicht funktioniert?

Als Mutter sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Auch wenn es mit dem Stillen nicht klappen sollte, gibt es in Deutschland bestens geprüftes Milchpulver. Die Zeit vergeht im ersten Jahr so schnell und ist zu schade sich den Kopf zu zerbrechen, warum das Stillen bei einem selbst nicht so klappt wie bei der Freundin. Auch wenn man nicht stillt, ist der Moment, seinem Baby eingekuschelt auf dem Arm ein Fläschchen zu geben, ebenso schön. Kommentare von außen sind auszublenden. Denn jede Mama-Baby Still- oder Fläschchen Beziehung ist intim, einzigartig und nicht vergleichbar. Es gibt nur eines was zählt: Mama und Baby müssen sich wohlfühlen.

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„Nach 2 Jahren war noch immer kein Ende unserer Stillbeziehung in Sicht.“

Name: Melisa
Wohnort: München
Alter: 38 Jahre
Beruf/Tätigkeit: Selbständig
Alter Kinder: 2 Töchter (7 und 3 Jahre)

1. Wann war für dich klar, dass du Stillen möchtest und wie hat es bei deinen beiden Töchtern funktioniert?

Mir war schon in meiner Schwangerschaft klar, dass ich unbedingt stillen möchte. Bei meiner ersten Tochter hatte ich anfangs Schwierigkeiten damit. Meine Hebamme unterstützte mich zum Glück und motivierte mich sehr, dran zu bleiben. Als ich kurz vorm Aufgeben war, ging es plötzlich doch. Es hat sich gelohnt, hartnäckig zu bleiben, denn sie war ein Schreibaby. Die Anfangszeit war sehr hart für uns. Man konnte sie anders kaum beruhigen, als an der Brust – dort funktionierte es immer gut.

Bei meiner zweiten Tochter klappte das Stillen von Anfang an reibungslos. Bei ihr war auch nach 2 Jahren noch kein Ende unserer Stillbeziehung in Sicht. Ich habe das Stillen bei beiden Kindern so sehr geliebt. Es waren immer UNSERE Momente. Meine Erfahrung bei beiden war, dass das Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme bedeutet, sondern viel viel mehr ist. Es bedeutet, Nähe, Geborgenheit, Trost und Ruhe zu schenken und die Kleinen beim Einschlafen zu begleiten.

2. Wann hast du abgestillt und wie bist du dabei vorgegangen?

Das Abstillen der Kleinen funktionierte mit 2,5 Jahren ziemlich unkompliziert. Als ich für mich beschloss, dass ich unsere Stillbeziehung beenden möchte – zu diesem Zeitpunkt stillte ich sie nur noch nachts – sagte ich ihr, dass ich Schmerzen in der Brust hätte. Es war nur eine „Notlüge“, die sie Dank ihres Alters schon gut verstehen konnte. Sie versuchte es noch einige Male wieder, aber ich blieb bei meinem Argument. Sie akzeptierte es recht schnell und es gab kein großes Geschrei. Das machte die Sache um einiges leichter.

3. Welchen Tipp gibst du Müttern mit auf den Weg, die ihre Kinder ebenfalls eine längere Zeit stillen?

Schämt euch nicht, wenn ihr eure Kids lange stillt. Ihr seid nicht allein. Zweifelt nicht an euch, sondern macht das, was euch als Familie gut tut und hört auf euer Bauchgefühl!

„Eine harmonische Still-Beziehung entsteht meiner Meinung nach, wenn man sein Kind immer dann stillt, wenn es danach verlangt.“

Name: Tanja
Wohnort: Hamburg
Alter: 33 Jahre
Beruf/Tätigkeit: Elternzeit
Alter Kind: 1 Tochter (15 Monate)

1. Was bedeutet Stillen für dich und dein Kind?

Stillen bedeutet für mich nicht nur Essen und satt werden, sondern vor allem Geborgenheit, Nähe, Sicherheit, Zweisamkeit, Schutz, Entspannung, Runterkommen und vor allem Liebe zu geben, die man nicht beschreiben kann, wenn man selbst keine Mutter ist.

2. Wie stehst du zum Thema Abstillen? Hast du für dich bereits einen Masterplan entwickelt oder wie wirst du vorgehen?

Ich habe mir bisher noch keine großartigen Gedanken zum Thema Abstillen gemacht. Ich bin immer noch der Hoffnung, dass mein Kind selbst den richtigen Zeitpunkt findet und sich selbst abstillt. Ich möchte meinem Kind nicht das wegnehmen, was meinem Gefühl nach eines der wichtigsten Dinge in seinem Leben ist. Da meine Tochter weder Schnuller noch einen Finger nimmt, beruhigt sie sich oft durch die Brust ganz schnell und hat so ihren Weg gefunden. Da ich genügend Zeit habe und es mich weder tags- noch nachtsüber stört zu Stillen, werde ich erst einmal genauso wie bisher weitermachen, bis meine Maus sich hoffentlich von selbst abstillt.

3. Welchen Tipp möchtest du stillenden Mamas für eine harmonische Still-Beziehung mit auf den Weg geben?

Eine harmonische Still-Beziehung entsteht meiner Meinung nach, wenn man sein Kind immer dann stillt, wenn es danach verlangt. Denn Stillen hat nicht immer etwas mit Hunger zu tun, sondern auch mit Beruhigung, Nähe und Geborgenheit, denn sonst würde Stillen nicht Stillen heißen, sondern Sättigen. Um ein Beispiel zu nennen: Vor Kurzem waren wir spazieren und meine Tochter wollte unterwegs etwas trinken, da habe ich sie während des Spazierengehens einfach auf den Arm genommen und dabei gestillt. Zwei Minuten später war alles wieder gut und sie ist weiter mitgelaufen und hat gespielt.

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„Stillen ist einfach nicht meins!“

Name: Nina
Wohnort: Berlin
Alter: 35
Beruf: Marketing Manager
Alter Kind: Noah (2 Jahre)

1. Aus welchen Gründen hast du dich vor der Geburt deines 1. Kindes gegen das Stillen entschieden?

Ich konnte mich tatsächlich schon vor der Geburt meines 1. Kindes nicht mit dem Gedanken, mein Kind zu stillen, anfreunden. Ob es daran lag, dass ich (& mein Mann) selbst nicht gestillt wurden oder ich es mir einfach als unangenehm vorstellte. Ich denke, beide Punkte waren sicherlich auf ihre Weise ausschlaggebend. Trotzdem wollte ich zunächst alles auf mich zukommen lassen, denn schließlich war ich ja noch keine Mama bisher und wusste auch nicht, was die Hormone mit mir anstellen werden.

Als Noah geboren wurde, wollte ich ihn sofort auf meiner Brust spüren und wie automatisch habe ich ihn gestillt: 3 Tage im Krankenhaus, so dass er das wichtige Kolostrum auf jeden Fall mitbekam, zuhause habe ich mit der Flaschennahrung begonnen. Mein Gefühl hatte sich nicht getäuscht: Stillen ist einfach nicht meins!

2. Welche Vorteile oder auch Nachteile konntest du dadurch für dich und dein Kind im Laufe der Zeit erkennen?

Ganz ehrlich gesagt, habe ich für mich und meine kleine Familie nur Vorteile erkennen können. Egoistisch gesehen, hatte ich meinen Körper wieder für mich allein, konnte schnell neue Energie tanken, mein Mann hat sich wahnsinnig gefreut, von Anfang an gleichberechtigt dabei zu sein und das Fläschchen zu geben. Auch für mich war das eine riesige Unterstützung, denn so haben wir uns tatsächlich nachts aufgeteilt und die Flasche gegeben. Noah hat so von Anfang an ein genauso inniges Verhältnis zum Papa wie zur Mama aufbauen können, was einfach sehr sehr schön anzusehen ist. Ob es am Nicht-Stillen lag sei mal dahingestellt, aber Noah war bis heute (er ist jetzt 2 Jahre!) noch nicht krank, hat erstaunlich hohe Abwehrkräfte trotz Kita-Alltag & Co. und ist ein sehr, sehr glücklicher kleiner Mann!

Einen Nachteil habe ich aber dann doch noch gefunden: Muttermilch hat man natürlich immer dabei, Flaschennahrung muss man zubereiten. Aber: Übung macht den Meister und dank guter Orga & Vorbereitung ist das alles null problemo!

3. Stillen ist ein vieldiskutiertes Thema. Musstest du dich in deinem Umfeld für deine Entscheidung rechtfertigen und welchen Tipp gibst du (werdenden) Mamas mit auf den Weg?

Im engen Freundeskreis wurde meine Entscheidung akzeptiert, und zwar absolut. Obwohl ich sowohl Freundinnen habe, die stillen bzw. gestillt haben und Freundinnen, die sich von vornherein für Flaschennahrung entschieden haben, waren beide „Lager“ sehr offen und verständnisvoll, was ich persönlich als äußerst angenehm empfunden habe. Ich selbst bin kein Still-Gegner, im Gegenteil, meine Devise lautet: das muss jede Mama für sich selbst entscheiden und jeglicher Rat seitens Aussenstehender ist völlig fehl am Platz.

Erst als ich mich selbst mit dem Thema auseinandergesetzt habe, merkte ich schnell, wie kontrovers hier diskutiert wird. Bereits im Geburts-Vorbereitungskurs wurde ich mit einer entsetzten Hebamme konfrontiert, die mit Biegen und Brechen versuchte, mich vom Stillen zu überzeugen. Da war mein 1. Sohn nicht einmal geboren. Und ganz ehrlich: das hat mich eher abgeschreckt bzw. in meiner Meinung gefestigt. Viele mögen behaupten, Muttermilch sei das Beste, was man seinem Kind geben kann – ich bin der Meinung, eine glückliche Mama ist das Beste, was man seinem Kind geben kann.

Mein Tipp an alle (werdenden) Mamas: hört auf euren Bauch, macht das, womit ihr euch selbst wohlfühlt, denn nur eine gesunde Stillbeziehung zum Baby tut beiden gut – alles was man widerwillig macht, weil Andere wohlmöglich mit dem Finger auf einen zeigen, schadet beiden, der Mama und ihrem Kind.

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„Eines Morgens hat er entschieden, dass er die Brust nicht mehr möchte.“

Name: Rebekka
Wohnort: Berlin
Alter: 29
Beruf/Tätigkeit: Erzieherin
Alter Kind: 1 Sohn (15 Monate alt)

1. Wie war das Stillen für dich? Kamst du von Anfang an gut damit zurecht?

Ja, bei mir hat es von Anfang an gut geklappt. Nach der Geburt wird einem ja das Baby auf den Bauch gelegt und dann sucht es zum ersten Mal die Brust und versucht zum ersten Mal zu trinken. Ich hatte keinerlei Schmerzen und die Milch kam direkt raus. Ich hatte auch über die gesamte Stillzeit keinerlei Schmerzen oder Brustwarzenentzündung oder ähnliches. Ich habe das Trinken kaum gespürt und es war für mich immer eine sehr schöne, intime Zeit mit meinem Schatz. Selbst als die ersten Zähne kamen, habe ich sie beim Stillen nicht gespürt und zum Glück hat er auch nicht gebissen.

2. Du stillst seit einiger Zeit nicht mehr. Wie kam es dazu und wie erging es euch beiden dabei?

Nach 10 Monaten habe ich angefangen reduziert zu stillen, nur noch nachts und morgens. Tagsüber wollte er eh nicht so viel trinken, weil er viel zu beschäftigt damit war, die Welt zu erobern. Dafür hat er nachts umso mehr getrunken und wollte gar nicht mehr aufhören zu nuckeln. Das war dann etwas belastend für mich, da ich mich im Schlaf nicht mehr bewegen konnte. Dann hab Ich es immer mehr reduziert. Mein Freund hat angefangen, ihn mit einer Flasche ins Bett zu bringen, damit er nicht mehr auf mich fixiert ist und das hat ganz gut geklappt. Als ich ihn dann nur noch einmal in der Früh stillte, hat er eines Morgens entschieden, dass er die Brust nicht mehr möchte. Ich habe ihm die Brust in den nächsten Tage trotzdem noch angeboten, doch er wollte sie nicht.

Dieser ganze Abstillpozess war ziemlich kurz, 2-3 Monate. Obwohl ich auf der einen Seite froh war nicht mehr zu stillen und meinen Körper wieder für mich zu haben, war ein anderer Teil von mir traurig, weil ich diese zweisamen Momente vermisste und alles auf einmal so schnell ging. Auch die Ablehnung meiner Brust hatte mich irgendwie verunsichert. Doch bald haben wir uns beide super daran gewöhnt. Dafür haben wir viele andere schöne und kuschelige Momente zusammen.

3. Kannst du stillenden Mamas, die über das Abstillen nachdenken, einen guten Tipp bzw. Ratschlag mitgeben?

Ja, auf jeden Fall: sich Zeit lassen mit dem Abstillen. Bei mir ging der Prozess zu schnell. Meinen Körper hat es überfordert. Die Brust muss sich langsam daran gewöhnen, immer weniger Milch zu produzieren. Ich hatte am Ende ganz schön Milchstau und starke Schmerzen durch die starke Spannung der Brust. Außerdem ist es wichtig, sich nicht so viele Gedanken zu machen, was richtig oder falsch ist. Man sollte sich nicht bei anderen Müttern orientieren, wann sie abgestillt haben. Jeder hat seine eigene Zeit. Manchmal hat die Mutter das Bedürfnis abzustillen und manchmal hat das Baby das Bedürfnis aufzuhören. Alles ist ok. Und manchmal wollen beide noch ganz lange stillen und gestillt werden. Das muss jeder für sich entscheiden.

 

Meinen lieben Mädels danke ich sehr für ihre Zeit, die sich genommen haben, um meine Fragen zum Thema Stillen zu beantworten.

Ich hoffe, dass wir mit unseren Zeilen jeder Mommy (to be) ein gutes Gefühl geben und sie darin bestärken konnten, weiterhin auf die eigene Stimme zu hören.

„Eine glückliche Mama ist das Beste, was man seinem Kind geben kann.“

Happy Sunday! Euer Julchen ♥