Neulich unterhielt ich mich mit einer Freundin, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes stand. Während unseres Gesprächs war ich gedanklich sofort zurückversetzt in die Zeit meiner eigenen Schwangerschaft und konnte daher gut nachempfinden, wie es ihr aktuell ging. Ich gab ihr drei Tipps mit auf den Weg, die mir damals enorm den Rücken stärkten und ich deshalb auch heute gerne mit euch teilen möchte. Seid ihr bereit? Dann geht es direkt los :)

Drei Tipps für die Geburt

1. „Sei offen für alle Arten einer Geburt. Natürlich oder per Kaiserschnitt.“ Diesen Ratschlag bekam ich damals im Geburtsvorbereitungskurs. Und obwohl er so banal klingt, erwischte ich mich tatsächlich dabei, wie völlig eindeutig es für mich war, dass mein Kind ganz sicher auf dem natürlichen Weg zur Welt kommen wird. „Das werde ich schon irgendwie hinbekommen.“ dachte ich mir mit fester Überzeugung.

Das Ende vom Lied: nach fast 30 Stunden Schwerstarbeit besuchte uns der Anästhesist zum Vorgespräch für den Kaiserschnitt. Er konnte es kaum fassen, dass für mich keine Welt zusammenbrach, weil es spontan in den OP ging. In diesem Moment war ich unfassbar dankbar für diesen wertvollen Tipp, der mich in dieser Situation weder blockierte, noch an mir zweifeln ließ.

Ein Babyblues gehört dazu

2. An meinem letzten Kontrollbesuch nahm mich meine Frauenärztin fürsorglich zur Seite und gab´mir einen für mich sehr wertvollen Rat an die Hand. Sie sagte „Jede Frau bekommt nach der Geburt eine Art Babyblues. Machen Sie sich bloß keine Sorgen. Das ist völlig normal, wird nur oft totgeschwiegen.“ Der Grund: die Organe wandern zurück an ihren ursprünglichen Platz und das sorgt u.a. für ordentliche Stimmungsschwankungen. Erst wenn dieser Gemütszustand länger anhalten sollte, kann professionelle Hilfe aufgesucht werden.

Während ich also kurz nach der Geburt mitten drin war in diesem besagten Gefühlschaos und im Sekundentakt heulte und lachte, wusste ich trotzdem, dass ich okay bin. Ich fühlte mich Dank des Ratschlags meiner Frauenärztin vorbereitet und wusste, dass alles in Ordnung und genau richtig so ist. Diese Gewissheit gab´mir Ruhe und Gelassenheit, die mir ansonsten definitiv gefehlt hätte, um diese Phase sogar bewusst genießen zu können.

Vertraue auf dein Bauchgefühl!

3. „Höre intensiv in dich hinein. Vertraue auf dein Bauchgefühl und handel danach.“ Diesen persönlichen Tipp möchte ich werdenden Eltern unbedingt mit auf den Weg geben. Es gab 1-2 Situation kurz nach Geburt, die ich im Nachhinein gerne anders gemacht hätte. Aber auch Situationen, die ich ganz sicher genauso wieder machen würde und stolz darauf bin, mich nicht beirren lassen zu haben.

Ich würde bspw. mein frisch geborenes Kind während der ersten Blutabnahme fest an mich drücken und es mit all meiner Liebe trösten, anstatt hilflos daneben zu stehen und in Tränen auszubrechen. Und ich würde meine Tochter immer wieder zu mir ins Bett nehmen, ihr meine Wärme und Nähe schenken und das Beistellbett aus dem Zimmer „verbannen“.

Was waren eure besten und hilfreichsten Ratschläge für die Geburt?

Eure Julia ♥