Fünf wiederkehrende Aussagen, die mich schon mein ganzes Leben lang begleiten: „Ach Julchen, das ist doch nur eine Taube.“, „Das ist doch schon immer so.“, „Am liebsten würdest du die Welt retten.“, „Das geht dich nichts an. Das ist nicht dein Kind/dein Hund.“ oder „Ach komm! So schlimm ist das doch gar nicht.“.

Fünf wiederkehrende Aussagen

Fünf Aussagen, die mich als Kind oft verunsicherten. Die mir manchmal das Gefühl gaben, nicht richtig zu sein. Zu sensibel, zu feinfühlig und zu emphatisch. Die mich daran hinderten, meiner Intuition zu folgen.

Ich habe ein einziges Mal dabei zugesehen, wie ein Hund geschlagen wurde. Ohne einzugreifen. Ohne etwas zu sagen, um Hilfe zu bitten oder einfach laut „Stopp“ zu rufen. Damals war ich 9 Jahre alt. Bis heute ist diese Erinnerung präsent. Viele andere dieser Art hingegen sind mit gutem Gewissen verblasst. Weil ich mich getraut habe, auf mein Bauchgefühl zu hören und zu handeln.

Wir ergänzen und brauchen uns

Heute weiß ich, dass Menschen unterschiedlich sind. Dass jeder seine Welt mit anderen Augen sieht und wahrnimmt. Dass es die Leisen, die Lauten, die Robusten, die Sensiblen, die Pragmatischen und die Feinfühligen gibt. Dass wir genau aus diesem Grund einander ergänzen, dass wir uns gegenseitig brauchen und das alles irgendwie einen Sinn ergibt.

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Heute antworte ich

Heute lasse ich mich nicht mehr verunsichern. Heute handle ich. Und ich antworte:

1. „Jedes Tier, egal ob Taube oder Pferd, empfindet Angst, Schmerz und Freude genauso wie wir Menschen. Es gibt keine Unterschiede.“

2. „Nur, weil etwas schon immer so war, bedeutet es nicht, dass es gut ist.“

3. „Ich allein kann die Welt nicht retten. Aber ich kann den Unterschied machen. Für jedes einzelne Lebewesen, das mir begegnet.“

4. „Sobald es um Gewalt geht, egal ob körperlich oder psychisch. Egal ob Mensch oder Tier, geht es mich & auch dich etwas an. Es geht darum, den Stimm- & Wehrlosen eine Stimme zu geben und zu helfen. Und wenn es „nur“ ein liebes Wort oder der anonyme Anruf bei der Rettungsstelle ist.“

5. „In deinen Augen ist es nicht schlimm. In meinen Augen ist es ungerecht & unfair. Ich werde etwas unternehmen.“

Wie steht ihr dazu? Eure Meinung und Einstellung zu diesem Thema interessiert mich brennend!

Eure Julia ♥