Ich bin die, die gegen Plastik ist und trotzdem mal beim Bestellen vergisst, den Strohhalm wegzulassen. Ich bin die, die unsere Kühe vor Leid, Ausbeutung und Massentierhaltung schützen möchte und trotzdem mal ein Milcheis für ihre kleine Tochter kauft. Ich bin die, die Tiere über alles liebt und trotzdem eine Lederjacke trägt.

ICH BIN DIE, DIE…

Ich bin die, die mit dem Flugzeug fliegt und trotzdem am Klimastreik teilnimmt. Ich bin die, die sich vegan ernährt und trotzdem mal vom Käsebrot abbeißt. Ich bin die, die immer mehr darauf achtet, woher ihre Kleidung stammt und sich trotzdem beim Online-Bummel eines Fast-Fashion-Riesen erwischt. Ich bin die, die beim Thema Regenwaldrodung verzweifelt und trotzdem mal ein Produkt mit Palmöl verwendet.

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Mit diesen Beispielen möchte ich euch zeigen, dass ich nicht perfekt bin. Nicht im wahren Leben und auch nicht hier auf meinem Blog, Instagram oder Facebook. Dass jede Veränderung ein Prozess ist und Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Und ich wette, dass es euch in manchen Punkten ganz ähnlich geht.

Mit strengen Argusaugen

Ich erwische mich oft dabei, welche hohen Erwartungen ich an andere Personen und auch an mich selbst stelle. An Personen, die sich für unsere Umwelt, Tiere und Rechte einsetzen und für die ich sehr dankbar bin. Die ihre Reichweite für tiefgreifende Themen nutzen und wirklich etwas bewirken wollen.

Doch sobald eine Handlung oder Aussage nicht in mein blödes Schubladendenken passt, verurteile ich automatisch mit strengen Argusaugen. Ich sehe im ersten Moment nicht, was diese Person bereits wundervolles für uns alle tut. Nein, ich sehe im ersten Moment nur, was sie gerade anders macht. Dass sie sich nicht an die „imaginären Regeln“ hält, die nur in meinem Kopf existieren.

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Stop Bashing!

Doch im zweiten Moment, nachdem ich einmal durchgeatmet und mich gesammelt habe, höre ich auf zu werten. Ich lasse das negative Gefühl, Dampf abzulassen los und entscheide mich für die andere Richtung: Leben und leben lassen.

Ich entscheide mich für einen objektiven Blickwinkel und erinnere mich daran, dass niemand, absolut niemand von uns perfekt ist. Weder ich, noch du oder sonst irgendjemand auf dieser Welt. „Meine Regeln sind nicht deine Regeln.“ Dieser Gedanke fühlt sich fair und besser an.

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Kritik ist nicht das, wonach wir Menschen uns unbedingt am meisten sehnen. Doch bevor wir austeilen, sollten wir zuerst bei uns selbst anfangen. Selbstreflexion. Und vielleicht tut es uns auch ganz gut, ein zwei liebe Worte mehr dazulassen, als die Stimme womöglich erst dann zu erheben, sobald etwas gegen unseren persönlichen Strich zu laufen scheint. Damit beziehe ich mich nicht nur auf das Internet und die Social Medias, sondern genauso auf das echte Leben von Angesicht zu Angesicht.

Es ist an der Zeit

Wie oft sind wir dazu geneigt, über Dinge reden zu wollen, die uns nicht gefallen – anstatt über Dinge, die uns glücklich und zufrieden machen.

Ich denke, in einer Gesellschaft, in der wir uns bereits intensiv mit Themen wie Selbstliebe, Achtsamkeit und dem eigentlichen Sinn des Lebens auseinandersetzen, ist es absolut an der Zeit, weniger zu werten und dafür mehr zu schätzen.

Ich persönlich arbeite genau an diesem Ziel und wünsche mir sehr, dass ich darin besser werde.

Euer Julchen ♥

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