Ich wollte dazugehören. Ein Teil einer Clique sein, mit vielen Freunden, die nach Außen so cool und stark wirkten. So, als hätten sie den meisten Spaß von allen. Doch die Cliquen, die ich mir damals aussuchte, waren nie das Richtige für mich. Ich fühlte mich oft fremd, wurde leiser und machte mich kleiner. Denn hinter den Kulissen sah es häufig ganz anders aus, als ich es mir in meiner Vorstellung ausgemalt hatte.

Ich wollte dazugehören

Damals konnte ich schwer zuordnen, warum ich einfach nicht dazu passen sollte, obwohl ich so gern ein Teil von ihnen gewesen wäre. Doch die Wahrheit ist, und die verstand ich erst viele Jahre später, dass es in diesen Gruppen nicht darum ging, ein vollwertiger und gleichberechtigter Teil eines Ganzen zu sein. Es ging viel mehr darum, anderen Personen nach dem Mund zu reden und danach zu handeln. Es ging darum, andere Menschen nach oben zu heben und selbst dabei im Schatten zu verschwinden.

Die eigene Meinung oder andere Sichtweise war tabu. Ich konnte mich nicht damit identifizieren, meinen eigenen Wert zu verlieren und meine Persönlichkeit zu verstecken – nur, um zu gefallen. Nur, um nicht anzuecken oder aufzufallen. Nur, um ein gewisses Image oder eine Art Anerkennung aufrecht zu erhalten, die in Wirklichkeit nicht glücklich machte.

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Ich entschied mich für Gleichberechtigung

Ich entschied mich dazu, meinem Bauchgefühl zu folgen und mir eine ganz eigene „Clique“ aufzubauen. Meinen Fokus endlich auf die Menschen in meinem Umfeld zu legen, mit denen ich mich richtig gut fühlte – auch wenn sie nicht der coolsten Clique der Schule angehörten. Ich ließ diese blöde „Wunschvorstellung“ los und entschied mich für wenige und echte Freunde. Für individuelle Freundschaften, in denen jeder so sein konnte, wie er war. In denen Freiraum und persönliche Entfaltung völlig normal waren. Ich entschied mich für wertvolle und gleichberechtigte Freundschaften, bei der jede nebeneinander blühte. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Kennt ihr dieses „Phänomen“ auch? Vielleicht aus der Schulzeit, dem Studium oder Berufsleben?

„A flower doesn’t think of competing with the flower next to it. It just blooms.“

– Zen Shin –