Ich habe mich schon oft gefragt, wie mein Leben wohl in 50 Jahren aussehen wird. Ich gehe davon aus, dass ich ein Dach über dem Kopf haben, finanziell abgesichert und hoffentlich gesund sein werde. Das wünsche ich mir. Doch eigentlich vertraue ich darauf. Denn ich arbeite bereits daran. Für mich und meine Familie. Vorausschauend und für die Zukunft. Vielmehr mache ich mir Gedanken über meine innere Welt. Meine innere Gefühlswelt in 50 Jahren.

Meine innere Gefühlswelt in 50 Jahren

Ich rede ständig davon, mehr Zeit mit meinen Liebsten verbringen und mehr Zeit für mich haben zu wollen. Bewusste Zeit. Doch am Ende des Tages geht die Rechnung nur selten auf. Nur selten gelingt es mir, meine Erwartungen an mich selbst zu erfüllen. Prioritäten meinem Empfinden nach richtig zu setzen und auch mal loszulassen. Dinge laufen zu lassen. Es gibt Tage, da fällt mir genau das besonders schwer.

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Jeder Tag ist ein Geschenk. Eine Art Bankkonto, dass sich jeden Tag mit 86.400 neuen Sekunden füllt. Einfach so. Ohne etwas dafür tun zu müssen. Keine Sekunde davon kann ich jedoch anlegen oder später nutzen. Jede der 86.400 Sekunden ist einzigartig, wertvoll und wird in dieser Form nie wiederkehren.

Stellt euch vor, euer Girokonto wird jeden Tag mit 86.400 Euro gefüllt. Das wäre der absolute Wahnsinn oder? Das Geld könnt ihr jedoch nur an diesem einen Tag ausgeben. Keinen Cent davon könnt ihr anlegen oder später nutzen. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns dieses Geld so gut es geht verwenden und es möglichst komplett ausgeben würde. Warum verhalten wir uns hingegen so oft anders, wenn es um unsere unersetzliche Zeit geht?

Liegt es daran, dass wir normalerweise einiges dafür tun müssten, um jeden Tag diese große Summe verdienen zu können. Dass wir es normalerweise nicht im Überfluss haben? Im vermeintlichen Überfluss wie unsere Zeit?! Unsere kostbare Zeit, die uns hingegen täglich geschenkt wird. Ohne, dass wir etwas dafür tun müssen. Einfach so. Ist das der Grund, warum wir sie häufig weniger wertschätzen und für selbstverständlich halten?

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„Hätte ich mal!“

Doch wie denken wir darüber, wenn unser Zeitkonto plötzlich nicht mehr im Überfluss und selbstverständlich funktioniert. Beispielsweise in 50 Jahren. Dann, wenn unsere Kinder erwachsen sind und schon längst ihren eigenen Weg gehen. Wir die Zeit, in der sie uns am dringendsten brauchten, nicht mehr zurückspulen können. Dann, wenn uns selbst „nur“ noch ein paar Jährchen bleiben, die wir fit und hoffentlich gesund erleben können.

Ich möchte nicht bereuen. Ich möchte nicht sagen: „Hätte ich mal.“ Ich möchte mit gutem Gewissen zurückblicken und wissen, dass ich meine kostbare Zeit genutzt habe. Bewusst. Ich möchte nichts schönreden oder gar Ausreden finden. Ich möchte in mir ruhen und die felsenfeste Gewissheit in mir tragen, bedacht mit meiner Zeit umgegangen zu sein. Und dabei geliebt, gelebt und gelernt zu haben.

Genauso wünsche ich mir meine Gefühlswelt in 50 Jahren.

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Ihre Augen sprechen Bände

In unserem Alltag und auf Reisen sind es oft ältere Menschen, die mich zum Nachdenken bewegen und mich tief berühren. Sie sind es, die mit einer unwahrscheinlichen Herzlichkeit auf Kinder reagieren. Auf diejenigen, die ihnen doch am weitesten entfernt sind. Sie sehen sie. Pur und unverfälscht, wie nur Kinder es sein können. Sie nehmen sich Zeit. Für diesen kurzen Moment der Begegnung. Sind nicht abgelenkt oder in Eile. Ihre glasigen Augen sprechen Bände. Voller Lebenserfahrung und dem Wissen, was im Leben wirklich zählt.

Wenn es oft nur Augenblicke sind, dir wir für diesen kurzen Moment teilen, wünsche ich mir genau dann, dass sie nicht bereuen. Ich wünsche mir, dass sie auf ihre eigene Zeit zurückblicken können und die felsenfeste Gewissheit in sich tragen, bedacht mit ihrer Zeit umgegangen zu sein. Und dabei geliebt, gelebt und gelernt haben.

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Lasst uns…

Lasst uns weniger auf unsere Desktops schauen und stattdessen gezielte Zeiten hierfür einplanen. Lasst uns im Gegenzug mehr echten Augenkontakt halten, mehr Gespräche führen und uns gegenseitig wieder mehr wahrnehmen.

Lasst uns unsere Zeit intensiver mit den Menschen nutzen, die uns am Herzen liegen. Für unsere innere Gefühlswelt. Im Heute und im Morgen. Ich arbeite daran.

Euer Julchen ♥