Manchmal sind es die kurzen Begegnungen oder simplen Gespräche mit unseren Mitmenschen und manchmal ist es auch nur ein zwei-minütiges Video, das einen „wunden“ Punkt trifft und zum Nachdenken bewegt. Dieser Moment war erst gestern, als ich die Whatsapp-Nachricht einer Freundin öffnete. Sie schickte mir einen kleinen Film, in dem ein paar ältere Damen auf berührende Weise davon berichten, was sie in ihrem Leben anders machen würden, wenn sie noch einmal jung wären. „Was am Ende wirklich zählt – Being not doing.“ ist die wichtige Message, welche diese erfahrenen Frauen unserer schnelllebigen Generation vermitteln möchten. Und tatsächlich war dieses Video genau das, was ich gerade brauchte.

Alte Gewohnheiten abschütteln

Schon seit Längerem mache ich mir so meine Gedanken. Hinterfrage mich und versuche mental bewusster zu handeln. Ganz besonders intensiv, seitdem mein kleines Mädchen auf der Welt ist und die Zeit nur zu rennen scheint. Ich möchte nichts von ihr verpassen, nicht einen einzigen Moment. Alte Gewohnheiten abzuschütteln, fällt mir jedoch nicht besonders leicht. Es ist Arbeit (sogar sehr harte Arbeit), immer wieder Prioritäten neu zu setzen, sie zu erkennen, fokussiert zu bleiben und sich dabei nicht ablenken zu lassen.

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Der Tag hat nur 24 Stunden, mit denen wir haushalten müssen. Der Tag ist begrenzt, genauso wie unser eines Leben, das wir haben. Genug Ansporn, um das möglichst Beste herauszuholen. Generell ist „das Beste“ Interpretationssache. Für mich bedeutet es, glücklich zu sein. Glücklich mit dem was ich habe. Dankbar zu sein, für das was ist und immer wieder schätzen zu wissen, wie gut es mir doch eigentlich geht. Im trubeligen Alltag verliert man viel zu schnell den Blick für das Wesentliche und ist größtenteils damit beschäftigt, stumpf die vielen Erledigungen abzuarbeiten, die wir uns non stop selbst auferlegen.

I´m not perfect

Erst neulich sagte eine Bekannte zu mir, ich wäre die perfekte Mutter, die Haushalt, Kind, Ehemann, Hund und Job bestens unter einen Hut bekommen und dabei noch stylish aussehen würde. Das mag vielleicht auf meinen Bildern so wirken und es ist ein sehr nettes Kompliment, über das ich mich freue – doch die Fotos auf meinem Blog und auf meinen Social Media Kanälen zeigen oft nur einen kurzen Ausschnitt meines Lebens. In der Regel laufe ich den größten Teil des Tages im Jogger durch die Gegend und habe Milchflecken vom Stillen auf dem Shirt. Die Wäscheberge türmen sich und auch die Wollmäuse auf dem Boden vermehren sich rasend schnell – nur, um ein paar wenige der vielen „Übel“ beim Namen zu nennen ;)

Damit möchte ich sagen, dass ich nicht perfekt bin, ganz im Gegenteil. Ich muss gestehen, bevor ich Mutter wurde, hatte ich dieses hohe Anspruchsdenken an mich selbst. Ich wollte möglichst alles geregelt und ordentlich wissen, in jeder Lebenslage. Bis mir bewusst wurde, dass wesentlich wichtigere Dinge dabei hinten überkippten. Wichtigere Dinge, wie das Genießen, im Hier und Jetzt zu leben oder zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen.

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Was am Ende wirklich zählt

Am Ende werde ich nicht zurückblicken und sagen: „Wow! Ich hatte meinen Haushalt stets tadellos im Griff und die angesagtesten Trend-Teilchen im Schrank hängen.“ Am Ende zählen nur die Momente, die Begegnungen und die Emotionen, die wir im Leben erfahren durften. Die echten Beziehungen, die unvergesslichen Abenteuer und Erlebnisse, die unsere Geschichte schreiben.

Ich danke meiner Tochter, dass sie mir tagtäglich zeigt, was wirklich wichtig ist. Dafür, dass sie mir auf die einfachste Weise beibringt, den selbst auferlegten Druck zu drosseln und Dinge zu akzeptieren, die ich nur auf Biegen und Brechen ändern könnte. Und, dass ich auch ohne den perfekten Haushalt oder ohne das perfekte Styling ein glücklicher und zufriedener Mensch sein kann.

„Being not doing.“

Euer Julchen ♥

Ps: Zum Abschluss habe ich noch das besagte Video für euch, das ihr euch unbedingt anschauen solltet.

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